nic hat geschrieben:hallo !
bisher war ich der ansicht, daß nickel nicht mehr in schmuck verarbeitet werden darf. ist das so richtig?
Ist leider so nicht richtig - da fehlt das Kleingedruckte:
Nickelhaltige Metalle dürfen nicht für Schmuck verwendet werden, der dazu bestimmt ist, in Kontakt mit Wunden zu kommen, also z.B. Piercing-Schmuck für den Ersteinsatz.
Ferner dürfen nickelhaltige Metalle nicht für Schmuck verwendet werden, der zum dauerhaften Tragen auf der Haut bestimmt ist (also z.B. Ringe, nicht aber Broschen), sofern (!) die abgegebene Nickelmenge 0,5 µ pro cm² und Woche übersteigt.
Ich denke, die Verantwortung für diese Bestimmung zu übernehmen, dürfte für einen normalen Goldschmied so happig sein, dass er freiwillig die Finger von Nickellegierungen lässt. Tatsächlich aber gibt es bei den Lieferanten für Schmucklegierungen die nickelhaltigen Versionen nach wie vor zu kaufen, und offenbar werden sie auch gut verkauft.
Hier hilft nur, dass der Kunde sich ausdrücklich - eventuell sogar schriftlich - vom Goldschmied oder Juwelier bestätigen lässt, dass der Schmuck nickelfrei ist.
Wie knifflig dieses Thema ist, kann man daran erkennen, dass ja auch unsere Euro-Münzen offenbar die o.g. Bedingungen nicht erfüllen und höhere Nickelwerte abgeben.
nic hat geschrieben:der betreffende ring ist mit 585 gestempelt.
Das besagt leider nichts über die verbleibenden 415 Teile. Es könnte sich sowohl um Nickel- als auch um Palladium-Weißgold handeln. Wie jemand so schön in einem anderen Thread hier formulierte: "Ihr Goldschmiede seid mir ein Rätsel. An euren Stempeln kann man erkennen, wieviel drin ist, aber nicht was drin ist."